Unsere Damen erwischten in der gut gefüllten Josef Welser Sporthalle Tulln den besseren Start. Sie führten früh mit 5:2 und zeigten genau jene kämpferische Leistung, die Trainer Flo Hössl im Vorfeld angekündigt hatte. Atzgersdorf fand allerdings rasch besser ins Spiel und arbeitete sich Schritt für Schritt zurück. Nach dem 8:8 übernahmen die Wienerinnen zunehmend die Kontrolle über die Partie und setzten sich bis zur Pause auf 15:12 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und umkämpft. Unsere Tullnerinnen kämpften sich mehrfach heran und Mitte der zweiten Halbzeit verkürzte Nici Nejedlikova auf 18:19. Aber der Ausgleich wollte nicht gelingen und die Wienerinnen konnten immer wieder vorlegen, aber sich auch nicht absetzen. Sandra Hart und Co. kämpften bis zum Schluss und hielten den Rückstand klein. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die starken Leistungen der beiden Torfrauen. Auf Tullner Seite sorgte Adriana Medvedova immer wieder mit wichtigen Paraden dafür, dass ihr Team die Chancen auf den Ausgleich wahren konnte. Auf der anderen Seite machte allerdings Nicole Ivkic oftmals genau diese Ausgleichschancen zunichte.
Damit hat Atzgersdorf zwar eine gute Ausgangslage für das Heimspiel, aber unsere Mädels dürfen sich nach dieser Leistung ebenfalls weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Finaleinzug machen. Beste Werferinnen der Partie waren Nicol Nejedlikova mit acht Treffern für Tulln sowie Lea Kofler und Ines Mustedanagic mit jeweils sechs Toren für Atzgersdorf.
Sandra Zeitelberger, Spielerin UHC Gartenstadt Tulln: „Es ist ärgerlich. Wir haben Kampfgeist gezeigt und waren knapp dran. Für Sonntag bin ich aber zuversichtlich, dass wir das noch drehen können. Wir haben es heute nicht geschafft, das Tempo des Gegners ausreichend zu unterbrechen, und im Angriff oft zu lange gebraucht, bis das Zeitspiel angezeigt wurde. Auch im Vorjahr war es zwei Mal ganz knapp. Deshalb glauben wir daran, dass wir das am Sonntag noch drehen können.“
Ines Mustedanagic, Spielerin MADx WAT Atzgersdorf: „Ich würde sagen, es war ein ausgeglichenes Spiel. Tulln ist eine starke Heimmannschaft. Wir haben unser Ziel erreicht und uns jetzt einen kleinen Vorteil erarbeitet. Unsere Schnelligkeit war heute sehr gut. Verbesserungspotenzial gibt es noch bei den Würfen aus der Distanz und bei der Beinarbeit in der Deckung. Das Gefühl nach dem Spiel ist aber gut. Beide Teams haben gezeigt, dass sie Qualität haben.“
Die Halbfinal-Rückspiele folgen am Sonntag, den 24. Mai: zunächst um 16:00 Uhr in der Sporthalle Steinergasse MADx WAT Atzgersdorf vs. UHC Gartenstadt Tulln, live bei Sport Krone Streaming. Danach das Hypo Niederösterreich vs. MGA Fivers um 18:00 Uhr, live aus der Südstadt bei ORF SPORT+.
WHA: UHC Gartenstadt Tulln – MADx WAT Atzgersdorf 23:25 (12:15)
UHC Gartenstadt Tulln: Adriana Medvedova, Valentina Hernach; Elena Fidesser 2, Hannah Ginsthofer 2, Sandra Hart 3/1, Marie Scheiderbauer 3, Leonie Arnold, Matea Baric 2, Sabrina Klein, Anja Preiss, Nicol Nejedlikova 8/4, Sandra Zeitelberger 2, Melanie Baric, Sara Kojic, Reka Gutecz 2, Lena Pfeifer
WHA Halbfinale: MGA Fivers – Hypo Niederösterreich 20:32 (10:20)
Sonntag, 24. Mai 2026
| Uhrzeit | Bewerb | Heimmannschaft | Gastmannschaft | Ort | Livestream |
|---|---|---|---|---|---|
| 16:00 | WHA | MADx WAT Atzgersdorf | UHC Gartenstadt Tulln | SH Steinergasse | krone.at |
| 18:00 | WHA | Hypo Niederösterreich | MGA Fivers | BSFZ Südstadt | ORF Sport+ |
