Sportverbände fordern Öffnung für den Sport

Der Österreichische Fussballbund (ÖFB) fordert in einem offenen Brief Sportausübung im Freien in Kleingruppen mit einem negativen Testergebnis. Der Österreichische Handballbund (ÖHB) und auch der UHC Tulln schließen sich der Haltung und den Aussagen vollinhaltlich an. Gemeinsam mit den anderen Mannschaftssport-Verbänden und -Vereinen fordern wir eine Perspektive und Öffnung für den Nachwuchs- und Amateursport. 

Wie der ÖFB, setzte auch der ÖHB und dessen Mitglieder in den vergangenen Monaten seine Präventionsmaßnahmen minutiös um und kooperierte auf sämtlichen Ebenen mit der Politik und deren anlassbezogenen Verschärfungen wie auch Lockerungen. Gemeinsam übermittelten die elf Mannschaftssport-Verbände einen Stufenplan zur Öffnung des Sports an das Sportministerium. Geschehen ist bis heute nichts.

Seit Beginn des zweiten Semesters werden sämtliche Schülerinnen und Schüler regelmäßig an den Schulen getestet. Diese und zusätzlich von den Verbänden und Vereinen organisierte Schnelltests können die Basis zu einer sicheren Return to Sport-Strategie stellen. Stattdessen sitzen unsere Nachwuchssportlerinnen und –sportler ohne jegliche Perspektive zuhause und der Bezug vieler junger Menschen zum Sport schwindet von Woche zu Woche. Gerade wo Sport, jetzt wo es langsam wieder wärmer wird, positive Auswirkungen auf den Körper, das Immunsystem und die Psyche hat, die unsere Kinder nach monatelangen Lockdowns dringend brauchen.

Obwohl seit zwei Wochen das Training für die älteren Jugendmannschaften (U20-U14) durch die Teilnahme an den neu ausgeschriebenen Österreichischen Meisterschaften, die vom Sportministerium als Spitzensport genehmigt wurden, wieder begonnen hat, haben auch in diesen Altersklassen einige SpielerInnen aufgrund der langen Pause ihre Handballkarriere beendet und sich anderen Interessen zugewandt. Noch schlimmer steht es um unsere jüngsten HandballerInnen (U11-Minis), die im Herbst zwar trainieren konnten, aber kaum oder gar nicht gespielt haben. Hier ist zu befürchten, dass uns noch mehr Kinder abhanden kommen.

Daher unterstützt auch der UHC Tulln diesen Vorstoß des ÖFB und ersucht alle Eltern und Handballfreunde, das ebenfalls zu tun. Sei es durch Gespräche, Petitionen oder das Teilen dieses Artikels.

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